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01. Juli 2018

Verzicht auf Glyphosat und Neonikotinoide in unserer Kommune

 

 

Unsere Anträge „Verzicht auf Glyphosat und Neonikotinoide in unserer Kommune“ wurden am 19.6.2018 behandelt und gingen im Gemeinderat Wadgassen einstimmig durch.

Antragsinhalt, kurz:
1. Die Gemeinde verpflichtet sich auf den freiwilligen Verzicht von Glyphosat und Neonikotinoide.
2. Drittfirmen sind auf den Verzicht von Glyphosat und Neonikotinoiden vertraglich zu verpflichten. Bei möglicherweise laufenden Verträgen ist auf einen freiwilligen Verzicht hinzuwirken.
3. Bei verpachteten Flächen sollte auf einen Verzicht der Pächter auf Glyphosat und Neonikotinoide hingewirkt werden. Bei Neuverpachtungen sollte der Verzicht vertraglich vorgegeben sein.
4. Bei Landwirten ist zu prüfen, ob und in wie weit die Gemeinde Anreize schaffen kann, dass bei diesen auf einen freiwilligen Verzicht von Glyphosat und Neonikotinoiden hingewirkt werden kann.

Hier die kleine Begleitrede für den Antrag verschriftlicht.

„Liebe Kolleginnen und Kollegen,
unsere Fraktion hatte 2 Anträge eingereicht, von denen nur einer über das System zur Kenntnis gebracht wurde, deshalb der zweite und aus unserer Sicht dringend zu ergänzende Antrag als Tischauslage.
Der erste Antrag beschäftigt sich mit dem Breitband- bzw. Totalherbizid Glyphosat. Dass dies nicht-selektiv alle Pflanzen absterben lässt, so diese nicht gentechnisch behandelt wurden, ist wohl hinlänglich bekannt. Die Gefahr im Umgang ebenso. Und die Möglichkeit, dass es Krebs auslösen kann, ist noch längst nicht vom Tisch. Die Gemeindeverwaltung konnte uns zwar bestätigen, dass nach einigen Versuchen darauf verzichtet wurde und man zu mechanischen Methoden zurückfand. Doch sollte unser Ziel eine „glyphosatfreie Kommune“ sein und dies sollte so auch schriftlich fixiert werden.
Dies steht uns als Kommune, in der der mittlerweile über die Grenzen hinaus bekannte Biobauernhof Comtesse seinen Sitz hat, auch gut als Imagewerbung für die Gemeinde zu Gesicht. Seine nächste Veranstaltung trägt den treffenden Namen „Glyphosat adé“ und zeigt in seinem landwirtschaftlichen Bereich biologisch unbedenklichere Wege auf. Weiterführende Punkte kann man dem Antrag entnehmen und diese werden so auch im Folgeantrag aufgegriffen.
Neonikotinoide, also Kontakt- oder Fraßgifte, werden über die Wurzeln aufgenommen und von dort aus in die Blätter transportiert. Mit diesen hochwirksamen Insektiziden behandelte Pflanzen sind vor beißenden und saugenden Insekten geschützt – nur trifft es auch die Biene, als dringend notwendiges Insekt in der Landwirtschaft, wie die Schädigung von 11.000 Völkern im Oberrheingraben Mitte 2008 zeigte. Die Halbwertzeiten betragen zwischen 3 und 6931 Tagen. Da diese Mittel auf den nikotinischen Acetylcholinrezeptor einwirken, besteht bei Verwehung selbstreden auch eine Gefahr für Mensch und insbesondere Säuglinge.
In unsere Gemeinde brauchen und wollen wir sicherlich alle weder Glyphosat noch Neonikotinoide. Wir bitten deshalb darum, dass die anderen Fraktionen den beiden Anträgen zustimmen.“

 


Tags/Schlagworte dieses Artikels: Gemeinderatsfraktion, Wadgassen, DIELINKE

 

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